10.Jan.2018

Zwiebel gegen Ohrenschmerzen

Lifehack

Das beste und effektivste Mittel bei Ohrenschmerzen, sind Zwiebeltropfen. Die Zwiebel mit ihrer allgemein antibakteriellen und antiseptischen Wirkung, ist imstande, äußerst wirksam die verantwortlichen Bakterien abzutöten. Hauptsächlich verantwortlich für diese Wirkung ist Allicin. Neben der bereits genannten sehr breiten Effektivität gegen diverse Bakterienklassen und der antiseptischen Wirkung ist es auch entzündungshemmend, pilzbekämpfend und sogar gegen diverse Parasiten wirkungsvoll.

Für die Behandlung der Ohrenschmerzen kann man am besten eine Zwiebel klein schneiden und mit einer Knoblauchpresse den Saft auspressen. Dabei sollte man eher weniger stark aber dafür konstant zudrücken. Dies löst wesentlich mehr Saft heraus, ohne dabei die Zwiebelstücke durch die Löcher der Presse zu drücken. Den reinen Saft kann man nun am besten mit einer Pipette direkt in das Ohr träufeln. Die betroffene Person sollte dabei am besten liegen und noch kurze Zeit liegen bleiben, damit der Saft nicht gleich wieder herausläuft. Um zum einen den Saft am Auslaufen zu hindern und gleichzeitig das Ohr bzw. Trommelfell warm zu halten, empfiehlt es sich einen kleinen Wattebausch in den Gehörgang zu stopfen. Aber nur ganz leicht, dass dort trotzdem noch Luftaustausch stattfindet. Dies sollte zwei bis dreimal am Tag getan werden.

Das Ergebnis ist herausragend! Eine Besserung tritt meistens bereits nach wenigen Anwendungen ein. Selbst eine Mittelohrentzündung ist für dieses Mittel kein Problem, benötigt jedoch natürlich etwas mehr Zeit. Einziges Manko an dieser Anwendung ist es, dass man ein bisschen nach Zwiebeln riecht. Zudem reizt der Zwiebelsaft die Haut relativ stark, weshalb man zwischen den Anwendungen bzw. zumindest anschließend die Haut etwas einkremen sollte (z. B. mit Bienensalbe).

Wer dieses Mittel zusätzlich unterstützen oder die Schmerzen noch schneller beheben möchte, kann zusätzlich mehrmals am Tag einen Druckausgleich (wie beim Tauchen) machen. Sprich mit zwei Fingern die Nase zu halten und vorsichtig Luft in die eustachischen Röhren drücken. Bei den Bakterien, welche für die Entzündung im Ohr verantwortlich sind, handelt es sich nämlich um Anaerober. Sie vertragen also keinen Sauerstoff. Durch den Druckausgleich erreicht die Luft aber den Erguss im Ohr, welcher durch die Entzündung entsteht. Dies mögen die Bakterien überhaupt nicht und sie können noch schneller bekämpft werden. Leider tut der Druckausgleich bei einer ausgereiften Entzündung, zumindest beim ersten Mal recht stark weh. Ist der Schmerz zu stark, sollte man es nicht mit Gewalt versuchen. Dies könnte wiederum Schaden anrichten. In dem Fall lieber einen Tag warten und erst einmal die Zwiebel arbeiten lassen. Wenn der Druck aber erst einmal weg ist, gehen weitere Druckausgleiche wesentlich schmerzfreier vonstatten. Oftmals reicht es sogar schon ein paar Mal Druckausgleich zu machen, wenn man spürt, dass sich Ohrenschmerzen anbahnen, um eine richtige Entzündung und damit den Einsatz von Zwiebeltropfen oder schlimmeren zu vermeiden.


Quellen:

  • basierend auf eigene Beobachtungen und Versuchen (Idee meiner Mutter)
  • Emily A. Wilson, Barbara Demmig-Adams, (2007) Antioxidant, anti-inflammatory, and antimicrobial properties of garlic and onions, Nutrition & Food Science, Vol. 37 Issue: 3
  • Serge Ankri, David Mirelman, (1999) Antimicrobial properties of allicin from garlic, Microbes and Infection, Volume 1, Issue 2